"versteckis" war gestern, "körperkult" ist heute

[rhyCHI ist alltäglich, zeit- & trendlos]

05. OKT



Laut einer Studie der Gesundheitsförderung Schweiz achten Mädchen auf ihr Gewicht, Knaben auf ihre Muskeln. Doch auch Schönheitsideale unterliegen einem Wandel.

Antike
Dicksein wurde von den Spartanern verachtet und bestraft
Mittelalter
widersprüchliche Einstellung zur Körperfülle. Einerseits wurde Gefrässigkeit, wie Stolz und Lust als Sünde angesehen, andererseits galt jemand, der reichlich zu essen hatte, als „von Gott begnadet“.
17. Jahrhundert
positive Einstellung zu üppigen Körperformen, diverse Gemälde drücken dies aus. In vielen Kulturen wird die Fettleibigkeit der Frau mit Fruchtbarkeit und Schönheit, beim Mann mit Reichtum, Macht und Prestige in Verbindung gebracht.
In den 50er Jahren
waren Marilyn Monroe und Jane Mansfield mir ihren eher runden Formen begehrte Schönheiten.
In den 70er Jahren
verkörperte beispielweise die superdünne Kindfrau Twiggy das weibliche Schönheitsideal!
Heute
wird der schlanken, jugendlich-sportlichen, eher androgyn wirkenden Frau mit schmalem Becken und relativ breiten Schultern, wohl die grösste Attraktivität zugesprochen.

Bereits Kinder denken an DIÄT (griech. ursprünglich Lebensführung / Lebensweise)
Schon früh im Leben lernen wir, dass Übergewicht etwas ist, dessen man sich schämen muss. Deshalb fürchten Normalgewichtige nichts mehr, als dick zu werden. Bereits Kinder wachsen mit diesem Druck auf. Während sich in den frühen 70er Jahren nur 6 Prozent der Jugendlichen Gedanken über ihr Körpergewicht machten, ist dies heute anders, was die topaktuelle Studie "Mädchen achten auf Gewicht, Knaben auf Muskeln" zeigt. (Video / Artikel Gesundheitsförderung Schweiz / PDF - Gesundes Körperbild von Jugendlichen)

Zwar war das Aussehen immer schon wichtig, und Schönheitsideale hat es zu allen Zeiten gegeben. Doch die heutige Situation nimmt Ausmasse an, die aus sozialer, moralischer und medizinischer Sicht bedenklich sind. Einen grossen Einfluss haben dabei die Medien. Alles zielt darauf ab, den Lesern/innen und Zuschauern/innen permanent vor Augen zu führen, dass schön, schlank, durchtrainiert und gepflegt zu sein, erstrebenswerte Ideale sind. Diese gesetzten Massstäbe werden von vielen Firmen und Institutionen unterstützt: Kaloriendefinierte Drinks und Menüs sowie Appetitzügler oder Abführmittel sind im Handel in einem breiten Angebot erhältlich, zahlreiche Kliniken bieten das Fettabsaugen oder das Modellieren/Verändern der Figur an, aber auch die Krankenkassen fördern diesen Trend, indem sie ihre Versicherten über Kurse oder Mitgliedszeitschriften zu einer "guten Figur" und "Schlanksein" motivieren. Diese breite Front, die das Thema Schlankheit darbietet, übt einen grossen Druck auf die Selbstwahrnehmung eines jeden einzelnen in unserer Gesellschaft aus. Frauen, Männer sowie Kinder und Jugendliche werden mit den überall präsenten Bildern attraktiver Personen konfrontiert. Oft macht ein Vergleich mit der eigenen Figur unzufrieden, was dazu führt, dass die Selbsteinschätzung und das Selbstwertgefühl deutlich geringer werden. Inbesondere für Frauen scheint das Selbstwertgefühl überwiegend durch die Bewertung ihres Körpers bestimmt zu sein. Jedoch ist gerade die Wertschätzung und Akzeptanz des eigenen Körpers wichtig für ein positives Selbstbild.

Unsere Schlankheitsvorstellungen sind - trotz aller Bemühungen - mit unserem tatsächlichen Aussehen nicht in Einklang zu bringen. Wir sind eben keine beliebig form- und auswechselbaren "Modellpuppen". Wir sollten erkennen, dass unsere Figur mit ihren individuellen Proportionen nicht über das Erreichen eines bestimmten Körpergewichts zu manipulieren ist. Ein niedriges Körpergewicht garantiert nicht automatisch die Traumfigur. Es wäre schön, wenn die ansonsten so kritische Gesellschaft auch das Schlankheitsdiktat hinterfragen würde und die Menschen nicht nur nach ihren (schlanken) Körperformen beurteilt. Gibt es statt des Strebens nach Schlankheit nicht effektivere Wege für ein gesundes Selbstbewusstsein? Denn ob dick oder dünn, Frau oder Mann: Jeder ist auf seine Weise schön und hat weit mehr vorzuweisen als nur ein äusseres Erscheinungsbild.

rhyCHI ist nicht Fitness oder Wellness, rhyCHI basiert auf SELFNESS, einem sozial-ökologisch und spirituellen Modell, welches die Integration von Körper, Geist, Seele, Emotionen und Umweltbewusstsein beinhaltet. Durch das Auseinandersetzen mit sich selbst und der Umgebung entsteht die Bewusstheit, für die eigene Gesundheit und sein Glück selbstverantwortlich zu sein und selber aktiv zu werden. Join Us!
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LITERATUR:
ALIABADI, C.; LEHNIG, W.: Wenn Essen zur Sucht wird: Ursachen Erscheinungsformen und Therapie von Estörungen. 3. Aufl., Kösel, München 1985
BECKER, K.: Wenn ich erst mal schlank bin ... In: Psychologie heute - Special 4, S. 78-85, 1992
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (Hrsg.): Ernährungsbericht 1992. Frankfurt a.M. 1992
DIEHL, J.M.: Ernährungspsychologie. In: Kutsch, T.: Ernährungsforschung - interdisziplinär. Wiss. Buchgesellschaft, S. 68-97, Darmstadt 1993
RODIN, J.: Die Körperfalle. In: Psychologie heute 7 (20), S. 20-23, 1993
WESTENHOEFER, J.; PUDEL, V.: Gesellschaftliche Aspekte von Estörungen. In: Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 11, S. 151-159, 1990
Quelle: Reichelt, S.: UGB-Forum 1/95, S. 10-13

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